Welche Daunendecke im Winter? Wärmeklassen einfach erklärt

  • Fachlich geprüft: AllesDaune-Schlafberatung
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Kurz erklärt

Für den Winter passt meist die Wärmeklasse Warm. In sehr kühlen Schlafzimmern unter etwa 15 °C oder wenn du leicht frierst, nimm Extra Warm. In gut beheizten Räumen reicht oft Mittel. Ob eine Decke wirklich warm hält, hängt von drei Dingen ab: von der Füllmenge, vom Daunenanteil und von der Bauart. Kassetten mit Stegen halten die Wärme besser als Einziehdecken.

Inhalt · 7 Abschnitte
  1. Welche Wärmeklassen gibt es?
  2. Welche Wärmeklasse brauche ich im Winter?
  3. Warum ist nicht jede Warm-Decke gleich schwer?
  4. Woran erkenne ich eine gute Winterdecke?
  5. Gibt es eine Decke für Sommer und Winter?
  6. Was tun, wenn wir zu zweit unterschiedlich warm schlafen?
  7. Häufige Fragen
Schlafzimmer im Winter mit Blick auf die verschneite Wachau und Daunendecke auf dem Bett
Im Winter zählt die Raumtemperatur in der Nacht. Das Wetter draußen spielt eine kleinere Rolle.

„Ich brauche die wärmste Decke, die ihr habt“: Diesen Satz hören wir im Winter oft. Die wärmste Decke ist aber nicht immer die richtige. Wer in einem beheizten Schlafzimmer unter einer Extra-Warm-Decke liegt, wacht häufig verschwitzt auf. Hier erfährst du, welche Wärmeklasse zu deinem Schlafzimmer passt. Außerdem zeigen wir dir, wie viel Daune in einer Winterdecke steckt und woran du eine gut gebaute Winterdecke erkennst.

Welche Wärmeklassen gibt es?

Daunendecken gibt es meist in vier Wärmeklassen: Leicht, Mittel, Warm und Extra Warm. Die Wärmeklasse beschreibt vor allem, wie viel Daune in der Decke steckt. Bei Daune gilt: Mehr Füllung schließt mehr ruhende Luft ein, und genau diese Luft hält die Wärme.

Wärmeklasse Passt für Schlafzimmer nachts (Faustregel) Füllmenge 135×200 cm*
Leicht Sommer, Menschen, die nachts schnell schwitzen über 21 °C 190–250 g
Mittel ganzjährig in beheizten Räumen 18–21 °C 380–480 g
Warm Winter, kühle Schlafzimmer 15–18 °C 480–670 g
Extra Warm sehr kalte Räume, Menschen, die leicht frieren unter 15 °C 790–860 g

* Spanne aus den Produktangaben unserer Daunendecken mit 100 % Gänsedaunen, z. B. Superior, Elegance 700, Österreichische Weidegans, Norddaune, Premium 750 und Prinzessin 800. Die Temperaturen sind Erfahrungswerte, keine Norm.

Welche Wärmeklasse brauche ich im Winter?

Für die meisten Schlafzimmer im Winter ist Warm die richtige Wahl. Das gilt vor allem, wenn du nachts die Heizung zurückdrehst oder bei gekipptem Fenster schläfst. Extra Warm lohnt sich, wenn das Schlafzimmer deutlich unter 15 °C abkühlt, etwa in einem Altbau, einem Ferienhaus oder einem Dachzimmer. Es lohnt sich auch, wenn du selbst bei normaler Raumtemperatur kalte Füße bekommst.

Ist dein Schlafzimmer auch im Winter gut geheizt, also um 20 °C oder mehr, reicht meist Mittel. Diese Decke kannst du dann das ganze Jahr verwenden, nur im Hochsommer ist sie vielen zu warm.

Miss eine Woche lang nachts die Temperatur im Schlafzimmer, zum Beispiel mit einem einfachen Raumthermometer neben dem Bett. Mit diesem Wert und deinem eigenen Wärmeempfinden („friere ich leicht oder schwitze ich?“) findest du die Wärmeklasse viel sicherer als mit dem Wetterbericht.

Warum ist nicht jede Warm-Decke gleich schwer?

Eine Decke der Wärmeklasse Warm kann je nach Modell 480 g oder 740 g Füllung haben. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Daunenanteil: Reine Daune ist besonders leicht und bauschig. Mischungen mit Federn brauchen mehr Füllung für dieselbe Wärme. Die Daunendecke Nordic (70 % Daunen, 30 % Federn) hat in Warm 740 g. Die Classic mit 90 % Daunen hat 720 g. Decken mit 100 % Gänsedaunen kommen mit 480–670 g aus.
  • Füllkraft: Je bauschiger die einzelne Daune, desto weniger Füllung braucht es. Die Premium 750 ist mit 750 cuin angegeben. In Warm braucht sie 530 g, die Superior dagegen 670 g. Mehr dazu erklären wir im Artikel Füllkraft (cuin) erklärt.

Eine schwerere Decke ist also nicht automatisch wärmer. Füllgewichte kannst du nur vergleichen, wenn Größe und Daunenanteil gleich sind.

Woran erkenne ich eine gute Winterdecke?

Bei Winterdecken ist die Bauart genauso wichtig wie die Füllmenge. Ist eine Decke einfach durchgesteppt, liegen Ober- und Unterseite an den Nähten aufeinander. An diesen Stellen fehlt die Daune, und es entstehen sogenannte Kältebrücken.

  • Kassettendecke mit Steg: Zwischen Ober- und Unterseite ist ein Stoffstreifen eingenäht, der Steg. Er macht jede Kassette zu einem kleinen Kissen, in dem die Daune überall gleich hoch liegt. Bei vielen unserer KAUFFMANN-Decken ist die Wärmeklasse Warm deshalb als Kassettendecke mit 2 cm Steg gebaut. Die Elegance 700 in Extra Warm hat sogar 6 cm Steg.
  • Einziehdecke: Die Daune kann frei wandern. Das ist bei leichten Sommer- und Übergangsdecken angenehm, im Winter aber weniger ideal.
  • Hülle: Ein feiner, dicht gewebter Bezug wie Mako-Batist hält die Daune sicher in der Decke, ohne die Atmungsaktivität zu bremsen.

Gibt es eine Decke für Sommer und Winter?

Ja, sogenannte 4-Jahreszeiten-Decken. Die Superior DUO 4 Jahreszeiten besteht aus zwei Decken: einer leichten Sommer-Einziehdecke und einer mittelwarmen Kassettendecke. Mit Spezialknöpfen verbindest du beide im Winter zu einer warmen Decke. Einen anderen Weg geht die Climabalance 2.0: Je nachdem, welche Seite oben liegt, sind ihre Klimazonen offen oder geschlossen. So gibt es eine Sommer- und eine Winterseite.

Was tun, wenn wir zu zweit unterschiedlich warm schlafen?

Das ist häufiger, als man denkt. Unser Rat: Nehmt zwei Einzeldecken, zum Beispiel in 135×200 oder 140×200 cm. Jede und jeder bekommt so die eigene Wärmeklasse. Eine große Doppeldecke ist zwar gemütlich, zwingt aber beide unter dieselbe Wärme.

Häufige Fragen

Ist eine Extra-Warm-Decke im beheizten Schlafzimmer zu warm?

Meistens ja. Bei 20 °C und mehr fangen die meisten unter Extra Warm an zu schwitzen. Extra Warm ist für kalte Räume oder für Menschen gedacht, die sehr leicht frieren.

Kann ich im Winter eine Mittel-Decke verwenden?

Ja, wenn dein Schlafzimmer gut beheizt ist, also um 20 °C. Ist es kühler, wird dir unter Mittel schnell kalt. Dann ist Warm die bessere Wahl.

Hält eine schwerere Daunendecke automatisch wärmer?

Nein. Wie warm eine Decke ist, hängt vom Daunenanteil, der Füllkraft und der Bauart ab. Reine Gänsedaune mit hoher Füllkraft hält bei weniger Gewicht genauso warm wie eine schwerere Mischung mit Federn.

Welche Größe nehme ich für den Winter?

Wähle die Größe wie sonst auch: 135×200 oder 140×200 cm als Standard, 140×220 oder 155×220 cm, wenn du größer als etwa 1,80 m bist. Eine etwas längere Decke hält im Winter die Füße besser zugedeckt.

Kann ich eine Winterdecke zurückgeben, wenn sie mir zu warm ist?

Ja. Mit unserem freiwilligen 101-Tage-Rückgaberecht kannst du die Decke originalverpackt und im Originalzustand zurücksenden und bekommst den Kaufpreis erstattet. Die Details stehen auf der Seite 101 Nächte Geld-zurück-Garantie.

Quellen

  • Füllmengen, Wärmeklassen und Bauarten: Produktangaben der genannten Daunendecken im AllesDaune-Shop (Stand November 2026)
  • Kennzeichnung von Daunen und Federn: Norm EN 12934, zusammengefasst vom Verband der Deutschen Daunen- und Federnindustrie auf textination.de – Daunacheck
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Markus Hössinger

Gründer und Geschäftsführer von AllesDaune

Markus Hössinger führt AllesDaune mit seinem Team in Krems an der Donau. In der Schlafberatung beantworten sie jede Woche Fragen zu Wärmeklassen, Kissenhöhen und Pflege – dieses Wissen fließt in jeden Artikel.

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